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Römische Zahlen – eine Übersicht

Die Römer haben damals, vor langer Zeit, anders gezählt als wir heute. Es waren nicht die Zahlen, die wir heute nutzen, mit denen wir heute rechnen, die wir heute in unser Handy tippen. Es waren ganz eigene Zahlen, die uns aber dennoch bekannt vorkommen, denn größtenteils sind es Buchstaben gewesen, mit denen die Römer ihre Zahlen darstellten.

 

Die römische Zahlenschrift

 

I = 1
V = 5
X = 10
L = 50
C = 100
D = 500
M = 1000

 

Aufbau

 

Wie man sieht, ist das Zahlensystem der alten Römer zugleich sehr einfach und doch recht kompliziert. Denn meistens werden nur die geraden Zahlen dargestellt. Zahlen dazwischen werden durch die Kombination der vorhandenen Zahlen dargestellt.

 

IV = 4
VIII = 8
IX = 9

 

Und so weiter. Und so geht es auch mit den größeren Zahlen. MDCCCCLXXXIIII = 1984

 

Man sieht also, dass man die Zahlen einfach aneinanderreihen kann, je nach dem, wie viel man braucht. Man summiert sie einfach und setzt sie aneinander. Damit können bei großen und ungeraden Zahlen ganz schöne Konstrukte entstehen, die es uns heutzutage manchmal schwer macht, sie zu entziffern und zu lesen. Deshalb finden solche Zahlen nur noch bei Ziffernblättern von Uhren Verwendung, die nur bis zur 12 gehen und deshalb noch leicht zu deuten sind. Lohnt es sich heutzutage noch, Latein zu lernen?

 

 

Um eine kürzere Darstellung zu erreichen und die Dopplung der Buchstaben zu verhindern, kann eine Subtraktionsregel genutzt werden. Dabei dürfen I, X und C dem entsprechenden höheren Wert vorangestellt und dann als Zahlenwert davon abgezogen werden. Es ist also recht kompliziert und wurde vor allem im Mittelalter genutzt.

 

Tipp: Von hier kann die römischen Zahlen kopieren.

 

Warum verwenden wir heute nicht mehr die römischen Zahlen?

 

Heute sehen wir noch römische Zahlen. An alten Gebäuden kann es das Baujahr bezeichnen oder auf alten Uhren sieht man sie noch immer. Auch in Filmen können sie die Teile bezeichnen. Und doch nutzen wir sie kaum noch ernsthaft. Schon gar nicht zum Rechnen.

 

 

Ein Grund ist, dass die Darstellung und das Zusammenzählen recht kompliziert ist. Jede Zahl sieht anders aus, Rechenfehler können sich leicht einschleichen, es ist wenig intuitiv. Das mag auch ein Grund gewesen sein, warum die Römer nie als große Mathematiker oder Wissenschaftler zutage traten, sondern immer als pragmatische Staatsmänner und Juristen.

 

 

Das Prinzip der Null als eine Leerstelle erwies sich als überaus praktisch, wie sie im indisch-arabischen Raum schon länger vorkam. Die Null kam mit den arabischen Zahlen nach Europa und wurde schnell als Vorteilhaft erkannt. Man kann zig große Zahlen darstellen, indem man einfach noch eine Null mehr dranhängt. Oder zehn Nullen oder hundert. Die Zahl sieht trotzdem der kleineren Version ähnlich. Sie hat nur mehr stellen. Und die Zahlen sind auch kleiner und übersichtlicher. 1984 sieht sehr viel leichter aus als MDCCCCLXXXIIII, die einen regelrecht erschlägt.

 

 

Im Mittelalter erkannten Mathematiker die Vorteile des tabellarischen Rechnens mit den arabisch-indischen Zahlen und merkten, wie einfach man damit rechnen kann. In einer Welt, die immer wissenschaftlicher wurde, konnte die komplizierte Darstellung der römischen Zahl nicht mehr bestehen und sie wurde nur noch für kleine und nicht-wissenschaftliche Darstellungen genutzt, wie Filme oder Ziffernblätter. Ebenso wie Latein keine tote Sprache ist, finden die römischen Zahlen hier und da auch noch ihre Verwendung.