*62 n.Chr.  -  > ca.113 n. Chr.,

 

Er war der Neffe Plinius des Älteren und ein sehr hoch gelobter Anwalt und erfolgreicher  Staatsmann, der seine Ämterlaufbahn 100 n.Chr. mit dem Konsulat krönte und später als kaiserlicher Statthalter die Provinz Bithynien verwaltete. Seinen hohen Bekanntheitsgrad verdankt er der Sammlung seiner Briefe. Diese typischen Kunstbriefe behandeln ebenso wie literarische Aufsätze sehr verschiedene Gebiete und geben so ein Spiegelbild von bunter Mannigfaltigkeit. So erhalten wir durch die Briefe des Plinius ein sehr detailliertes Bild von dem gesellschaftlichen und sozialen Leben der damaligen Zeit. 

Die Krönung aller uns erhaltenen Briefe bilden wohl die Beiden, die den Vesuvausbruch von 79 n.Chr. zum Thema haben. In Brief 6,16 schildert Plinius den Tod seines Onkels, der bei dem Ausbruch dabei war, und in Brief 6,20 schildert er seine eigenen Erlebnisse zur Zeit des Ausbruchs.

Ein überaus wichtiges Dokument stellt sein Briefwechsel mit Trajan aus der Zeit seiner bithynischen Statthalterschaft dar, dem auch die Antworten des Kaisers beigefügt sind. Die Briefe geben einen sehr guten Eindruck von der Persönlichkeit des Kaisers.