Caius Publius Licinus Valerianus I. (Regierungszeit: 253 – 260 n. Chr.)
(geb. 190 n. Chr.)

Aus angesehener Familie stammend, hatte Valerian verschiedene Staatsämter inne bis er unter Trajan Decius das bedeutende Amt eines Zensors erhielt.
Als Valerian von Trebonianus Gallus wegen der Revolte im Jahre 253 zu Hilfe gerufen wurde, war er Statthalter von Raetien, Germanien und Gallien mit Sitz in Trier. Aemilian agierte sehr schnell und Valerian war erst in Raetien, als er Nachricht von Gallus Tod erhielt. Seine Truppen riefen ihn sofort zum Kaiser aus. Er machte sich auf den Weg nach Rom, wo er als unumstrittener Herrscher des Reiches einzog, nachdem auch Aemilian ermordet worden war. Der schon 63-Jährige Valerian machte seinen Sohn Gallienus zum Mitherrscher. Die Regierungszeit von Valerian war gekennzeichnet von ständigen Kämpfen an den Grenzen. Im Jahre 256 zwangen ihn Schwierigkeiten mit den Persern, Rom in Richtung Osten zu verlassen. Von seinem Hauptquartier in Antiochia aus erzielte er eine Reihe von Erfolgen gegen die Perser. Im Jahre 260 geriet er jedoch in persische Gefangenschaft, wo er bis zu seinem Tod Gefangener von König Sapur blieb. Sein Todesdatum ist unbekannt.