Elagabal (Marcus Aurelius Antoninus) (Regierungszeit: 218 – 222 n. Chr.)
(geb. 205 n. Chr., gest. 222 n. Chr.)

Der in Emesa geborene Elagabal, war der Sohn eines reichen Syrers und von Julia Soaemias der Schwester von Julia Mamaea und Tochter von Julia Maesa.
Am 16. Mai 218 wurde er von den im Gebiet um Emesa stationierten Truppen zum Kaiser ausgerufen. Die Revolte ging bald auf den Rest der syrischen Armee über. Der eigentliche Initiator der Rebellion war Julia Maesa. Die Gelegenheit der wachsenden Unbeliebtheit von Macrinus nutzend, verbreitete sie das Gerücht, Elagabal sei ein Sohn von Caracalla; Geld tat ein Übriges.
Nach dem Sieg über Macrinus‘ Armee wurde Elagabal auch vom Senat anerkannt und machte sich auf die Reise nach Rom, wo er in Frauenkleider gehüllt eintraf.
Durch ihn kam die Welt Emesas und seines arabischen Sonnengottes Elagabal nach Rom – daher auch der Name Elagabal, dessen Priesterwürde in der Familie quasi erblich war. Seine Regierungszeit war berüchtigt für religiösen Fanatismus, Grausamkeit, Blutvergießen und unbeschreibliche Exzesse. Außerdem nahm er sich fast jedes Jahr eine neue Frau: zuerst die vornehme Römerin Julia Paula, dann die Vestalin Aquilia Severa, darauf Annia Faustina und wieder Aquilia Severa.
Es herrschte allgemeine Befriedigung, als Elagabal zusammen mit seiner Mutter Julia Soaemias am 6. März 222 von den Prätorianern hingerichtet, durch die Straßen Roms geschleift und in den Tiber geworfen wurde.