C. Plinius grüßt seinen Iunior

Ich lade Dir eine Last auf, wenn ich Dir so viele Bände auf einmal sende, aber ich tue es, erstens, weil Du es verlangt hast, und zweitens, weil, wie Du schreibst, die Traubenernte dort so dürftig ist, daß Du meinem Gefühl nach reichlich Zeit haben mußt, wie man so sagt, ein Buch zu lesen. Von meinen Gütern meldet man mir dasselbe. So werde ich auch in der Lage sein, etwas zu schreiben, was Du lesen könntest, wüßte ich nur, woher ich das Geld für das Papier nehmen soll; ist es rauh oder durchlässig, kann ich entweder nichts schreiben, oder ich muß notgedrungen alles, was ich geschrieben habe, mag's gut oder schlechtsein, wiederauslöschen.

Dein Gaius Plinius

 

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