C. Plinius grüßt seine geliebte Calpurnia.

Es ist unglaublich wie sehr ich von der Sehnsucht nach dir gefesselt werde. Der erste Grund ist die Liebe, der zweite, dass wir es nicht gewohnt sind, voneinander getrennt zu sein. So kommt es, dass ich einen großen Teil der Nächte wach mit deinem Bild vor Augen verbringe und so kommt es auch, dass an den Stunden des Tages an denen ich es gewohnt war dich aufzusuchen, meine Füße mich, im wahrsten Sinne des Wortes von selbst zu deiner Wohnung tragen und so kommt es, dass ich schließlich traurig und schwermütig und wie ein Ausgeschlossener von der Leere deiner Wohnung zurückkehre. Nur eine Zeit ist für mich frei von dieser Pein, nämlich wenn ich mich in der Politik in den Prozessen meiner Freunde aufreibe. Beurteile du, wie mein Leben verläuft, für das ich nur Ruhe in der Arbeit und Trost in Elend und Sorge finde.

Dein Gaius Plinius

 

Vielen Dank an Christian Plöger (Homepage)