C. Plinius grüßt seine geliebte Calpurnia.

Du schreibst, dass dich meine Abwesenheit nicht wenig traurig macht und du einen Trost darin hast, dass du meine Büchlein statt meiner hältst und du sie auch oft an meinen Platz legst. Es ist lieb, dass du uns vermisst und ich freue mich, dass du mit diesen Trostmitteln Ruhe findest; umgekehrt lese auch ich eifrig deine Briefe und nehme sie immer wieder wie neu in die Hand; und um so mehr entbrennt die Sehnsucht nach die. Denn wie viel Wonne steckt in Gesprächen eines Menschen, dessen Brief schon soviel Annehmlichkeit enthält. Schreib du mir dennoch möglichst häufig, auch das mich so erfreut, dass es mich quält.

Dein Gaius Plinius

 

Vielen Dank an Christian Plöger (Homepage)